Bankportugalöser zu 100 M Hamburg, Neuweihung von St. Nikolai 24. September 1863

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Bankportugalöser, Portugaleser, Motiv: St. Nicolai Kirche in Hamburg, 1863, Randpunze: 100 M, 986‰ Goldgehalt, Feingehalt: 36,12g, nach 1871 geprägt

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Beschreibung

Diese Goldmedaille ( Portugaleser ) aus Dukatengold wurde nach 1871 als Gedenk an die Neuweihung nach dem Großen Brand 1842 in Hamburg herausgegeben und dann, lt. der Original-Schachtel, dem Bauschreiber der Hamburger Bau-Deputation am 01. August 1898 für sein Dienstjubiläum verliehen.

Die Goldmedaille besteht aus 986er Goldlegierung und ist am Rand 2x mit 100 M für den Wert von 100 Reichsmark gepunzt. Das Avers zeigt die wieder aufgebaute St. Nikolai Kirche in Hamburg mit aufwendiger Randbeschriftung:

„Siehe! Die Steine rufen: Ehre sei Gott in der Höhe!“

Unter dem Kirchenabbild stehen Name und Ort: St. Nicolai Kirche in Hamburg

Das Revers ist mit einem schwebenden Engel in tiefer Prägung versehen, der Palmzweig und Schwert hält. Er ist vor den beiden Reliefs von St. Nicolai abgebildet, die dem verhehrenden Feuer zum Opfer fiel. Links hinter dem Engel mit angedeuteten Rauchschwaden im Feuer, rechts im wiedererbauten Zustand. Die unten links beginnende Prägung lautet: „Durch Feuer zerstört am 5. Mai 1842“, dann rechts weiter laufend mit: „Eingeweiht am 24. September 1863“.

In der Kassette oberhalb des Engels befindet sich der Schriftzug im Halbbogen einer Schriftrolle: „Der Herr verletzet Der Herr heilet“ (Hiob 5. V.13.).  Unterhalb des Engels ist das Hamburger Stadtwappen sichtbar. Das Münzbild wurde gestaltet von O. Speckter, INV./H. Lorenz, FEC.

Große Goldmünze zum Gedenken an die Kirche St. Nicolai in Hamburg zur Weihung 1863

St. Nicolai war bereits als kleine Kapelle dem Schutzpatron der Schiffahrt geweiht, dem Heiligen Nikolaus. Sie wurde später zu einer Kirche mit dreischiffiger Halle ausgebaut.  Nachdem sie im Mai 1842 im Großen Brand zerstört wurde, entschloss man sich, sie nur wenig südöstlich vom alten Standort wieder aufzubauen. Dafür gab es die „Schilling-Sammlung“, um den Neubau zu finanzieren. Im September 1863 war der Bau soweit gediehen, dass die Kirche erneut geweiht werden konnte. Diesem Umstand ist die Prägung der Medaille geschuldet.

St. Nikolai in Hamburg erneut zerstört im 2. Weltkrieg

St. Nicolais markanter Kirchturm nutzte den Piloten im 2. Weltkrieg zur Orientierung und als Ziel, sodass die Kirche am 28. Juli 1943 erneut schwer beschädigt wurde. Nach dem Krieg entschloß man sich, das Kirchenschiff abzureissen und den Turm als Mahnmal gegen den Krieg stehen zu lassen.

Hamburger Dukatengold – Die Bankportugalöser

Die Bankportugalöser wurden von der Hamburgischen Münze beginnend von der Reichsgründung bis zum 1. Weltkrieg angefertigt und unter anderem an verdiente Bedienstete der Stadt ausgegeben. Sie sind sogenannte Gedenkmedaillen, da sie keinen Nennwert in Geld tragen, und keine Goldmünzen, die Zahlwährung waren. Die Motive, die geschichtliche Herkunft und das wertvolle Edelmetall Gold machen sie zu begehrten Sammlerstücken. Der Feingehalt entspricht dem österreichischem Dukaten mit 986 Gold-Anteilen von 1000, mit einer geringen Beimischung von Kupfer, um Widerstandsfähigkeit und Prägeeigenschaften zu verbessern. Hamburger Bankportugaleser sind Medaillen, die von der Hamburger Bank seit vielen Jahrhunderten herausgegeben wurden. Die Hamburger Bank bestand bis 1871 und gab zunächst Hamburger Portugaleser zum Wert von 10 Golddukaten aus. Später dann zu 100 Mark, wie die hier vorliegende Medaille. Ab dem 1. Weltkrieg wurde die Herstellung vollständig eingestellt.

Die Hamburger Bank war die erste deutsche Handelsbank, die einen bargeldlosen Verkehr für Händler bereitstellte. Sie wurde 1619 gegründet und hatte die Handelsbanken in Venedig und Amsterdam zum Vorbild. Seit 1653 durfte diese Bank Portugaleser im damals wohlbekannten Handelswert von 10 Dukaten herstellen lassen und damit ihre Sicherheiten im Giralverkehr decken. Die Herstellung dieser Bankportugaleser ist daher besonders, weil die Hamburger Bank keine staatliche Münze war, deren Goldstücke wie Geld behandelt werden konnten. Sie dienten hauptsächlich zur Sicherung der Einlagen von Händlern. Gleichwohl besaß die Bank eben aus diesem Grund das Prägerecht, damit sich die Händler nicht mit den wechselnden und absinkenden Edelmetall-Gehalten der von anderen Stellen herausgegebenen Münzen herumschlagen mussten. Sie dienten aufgrund ihrer sorgfältigen Herstellung als verlässliche Verrechnungsgrundlage – wie Geld, mit einem hamburgisch-hanseatischen Versprechen zur Einlösung.

Ein Einzelstück aus Gold – selten zu finden

Dieser wunderschön erhaltene Bankportugaleser ist ein geschichtliches Original aus unserer Lieblingsstadt Hamburg. Im vorletzten Jahrhundert in Gold geprägt, haben Sie hier nicht nur ein Stück Gold zum Werterhalt, sondern ein Stück Hamburger Geschichte in der Hand. Das Goldstück kommt verpackt in der lederbezogenen Original-Schatulle, die innen mit der Widmung vom 01. August 1898 bedruckt ist. Bitte beachten Sie, dass an Schatulle und Münze kleine Beschädigungen bzw. Patina vorhanden sein können, die dem Alter von über 100 Jahren geschuldet sind. Sie sind keinesfalls wertmindernd.

Maße: ca. 42,6mm Durchmesser, ca. 2,7mm stark

Gewicht: 36,63g

Legierung: 986er Dukatengold

Feingehalt: 36,12g Feingold

 

 

Hinweis

Hier angebotene Münzen werden nicht nach numismatischen Kriterien gehandelt. Verkaufskriterien sind ausschließlich die Handelsfähigkeit als Anlagemetall, Material, Gewicht, Feingehalt und aufgeprägte Eigenschaften. Anlagemünzen werden gemäß ihrer Bestimmung ggfs. mehrfach verkauft und können Nutzungsspuren aufweisen. Für Echtheitskontrollen müssen Versiegelungen, Verschweissungen, Verpackungen geöffnet werden. Es besteht kein Anspruch auf Lieferung in Originalverpackung. Bilder von Anlagemetallen stehen aufgrund der hohen Stückzahlen musterhaft für das angebotene Produkt. Die Fotografien geben nicht die Originalgröße wieder. Die Farbe der Fotografien kann von den Originalfarben abweichen.